Behandeln sobald Sorghumhirse rausspitzelt
Um eine ausreichende Wirkung auf die auflaufenden Unkrauthirsen, vorwiegend Hühnerhirse, Glattblättrige Hirse und Gelbe Borstenhirse, zu haben, müssen die Bodenherbizide relativ früh ausgebracht werden. Wer zu spät dran ist, hat chemisch keine Möglichkeiten mehr, die zu großen Unkrauthirsen zu beseitigen – es bleibt nur noch das Hacken.
Heuer können nun zur Bekämpfung der Unkrauthirsen und zweikeimblättrigen Samenunkräuter neben Spectrum (ein Liter pro Hektar) und Stomp Aqua (zwei Liter pro Hektar) auch Spectrum Gold eingesetzt werden. Sowohl Spectrum als auch Spectrum Gold verlangen safenergebeizte Sorten. Ohne Safener Spectrum als auch Spectrum Gold wenig verträglich. Gardo Gold darf nicht mehr eingesetzt werden.
Heuer können nun zur Bekämpfung der Unkrauthirsen und zweikeimblättrigen Samenunkräuter neben Spectrum (ein Liter pro Hektar) und Stomp Aqua (zwei Liter pro Hektar) auch Spectrum Gold eingesetzt werden. Sowohl Spectrum als auch Spectrum Gold verlangen safenergebeizte Sorten. Ohne Safener Spectrum als auch Spectrum Gold wenig verträglich. Gardo Gold darf nicht mehr eingesetzt werden.
Einsatzzeitpunkt
Spectrum Gold ist für Sorghumhirse, Rispenhirse, Kolbenhirse und Sudangras zugelassen. Das breit wirksame terbuthylazinhaltige Vorauflaufmittel wird mit zwei Litern pro Hektar eingesetzt. Es ist nach dem Auflaufen der Kulturhirse zugelassen. Unkrauthirsen sollten beim Einsatz von Spectrum Gold noch nicht aufgelaufen sein, um eine zufriedenstellende Wirkung zu haben. Zu beachten ist auch, dass Spectrum Gold nur alle drei Jahre auf derselben Fläche eingesetzt werden darf. Bei massivem Hirsedruck könnten zwei Liter Spectrum Gold pro Hektar auch nicht ganz ausreichend sein, da umgerechnet nur 0,78 Liter Spectrum ausgebracht werden. Eine Ergänzung von 0,3 bis 0,4 Liter Spectrum pro Hektar bei stärkerem Hirsedruck ist sinnvoll.
Unkräuter beseitigen
Zur Beseitigung von ausdauernden Unkräutern wie Winden und Distel sind systemische Wuchsstoffe wie Mais-Banvel WG (maximal 0,3 Kilo pro Hektar), Mais-Banvel flüssig (0,4 Liter pro Hektar) und Kalimba (0,4 Liter pro Hektar) zugelassen. Neu zugelassen in der Hirse wurde Casper. Dieses Mittel kann Arrat gut ersetzen. Mit Casper können auch die einjährigen Samenunkräuter wie Weißer Gänsefuß, Amarant, Franzosenkraut, Knöterich und auch die Ambrosie bei rechtzeitiger Anwendung gut kontrolliert werden. Casper hat auch eine gute Wirkung auf Ambrosie, Spitzklette, Stechapfel und Schönmalve. Casper muss bei Soloanwendung immer mit einem Netzmittel ausgebracht werden. Auch die Kombination Harmony SX + Zellex CS hat in der Körnerhirse eine Zulassung. Der Schwarze Nachtschatten kann mit 0,75 Liter pro Hektar Onyx bekämpft werden. Gegen Johnsongras gibt es hingegen kein wirksames Mittel, welches in Hirse zugelassen wäre – es bleibt übrig.