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Getreide richtig lagern

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23.06.2026 | von DI Franz Tiefenthaller

Die Getreideernte beginnt immer früher. Getreide für die Fütterung sämtlicher Nutztiere sollte unbedingt gereinigt werden.

Abb. 1 Getreidereinigung.jpg © LK OÖ/Tiefenthaller
Getreide unbedingt trocknen und reinigen. © LK OÖ/Tiefenthaller

Getreide reinigen

Frisch gedroschenes Getreide sollte standardmäßig gereinigt und wenn nötig nachgetrocknet werden. Der Feuchtigkeitsgehalt von Getreide wird mit den mobilen Feuchtigkeitsmessgeräten gut bestimmt. Auch wenn beim Dreschen die Körner unter 14 Prozent Feuchte als trocken angezeigt werden, kann es dennoch in den ersten Tagen durch die nächtliche Abkühlung wieder zu einer Zunahme des Feuchtegehaltes kommen. Eine Kontrolle der Temperatur am Lager ist daher anzuraten.

Getreide testen lassen

Durch die Reinigung werden Staub, Spelzen und Bruchkorn großteils entfernt. Besonders dort fühlen sich Mikroorganismen und Getreideschädlinge wohl. Sie vermehren sich dort rasant. Ausputz muss daher entsorgt werden. Aber auch gereinigtes Getreide ist nicht "keimfrei" sondern weist niedrige Keimzahlen auf. Im Zweifelsfall sollte Getreide und Mais auf seine mikrobiologische Qualität hin untersucht werden. Das Futtermittellabor Rosenau der LK Niederösterreich (www.futtermittellabor.at) bietet eine umfassende Analyse auf Bakterien, Schimmelpilz und Hefen an (VDLUFA Methodenbuch). Die Ergebnisse werden in sieben Keimgruppen dargestellt und eine Beurteilung zur Futternutzung für die jeweilige Tierart gegeben.

Auch eine Bestimmung der möglichen Belastung mit Schimmelpilzgiften (Mykotoxinen) ist bei verdächtigen Partien anzuraten. Auch hier bietet das Futtermittellabor Rosenau verlässliche Untersuchungen an. Eine Interpretation zur Futtereignung wird erstellt. 
Genauere Informationen finden sich auch in einem Merkblatt der Landwirtschaftskammer OÖ.
 

Lagern und umziehen

In der Praxis bewähren sich Getreidesilos aus Metall. Sie können restlos entleert werden, es bleiben keine Getreidereste übrig, in denen sich Getreideschädlinge, wie der Kornkäfer, einnisten können. Getreide kann so mehrmals zwischen Silos umgezogen und wenn nötig ein zweites Mal über den Windsichter gereinigt werden. Ideal ist es, wenn Silos belüftet werden können. So kann die heiße Luft, die auch viel Wasserdampf enthält, aus dem Erntegut geblasen werden. Im Winter kann dann nochmals sehr kalte und damit trockene Luft in die Silos gedrückt werden. Unter zehn Grad Celsius können sich Getreideschädlinge nicht mehr vermehren. Das kalte Getreide behält seine niedrige Temperatur weit in das Frühjahr hinaus und bleibt optimal lagerfähig.

Downloads zum Thema

  • Mikrobiologische Befunde verstehen PDF 1,01 MB
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