Groß, größer, Agritechnica: Ein Rückblick
Das merkte man auch deutlich! Viele Aussteller präsentieren ihre Produkte auf Englisch, beim Würstelstand findet man ein weites Potpourri an Sprachen und Nationen. Auch die ausgestellte Technik spiegelt das wieder. Denn neben den größten Maschinen der größten Landtechnikproduzenten der Welt sind auch Maschinen für Spezialkulturen, wie z.B. Baumwolle und andere Exoten dabei. Nicht nur exotische Kulturen sondern auch exotische Landtechnikhersteller waren auf der Messe besonders präsent.
Besonders stark besucht war der Messestand des chinesischen Produzenten Zoomlion, der ursprünglich ein Hersteller von Baumaschinen ist. Die Hybriden Konzepte eines Mähdreschers und eines Traktors zog viele Besucher an. Ob wir hierzulande einmal so eine Maschine fahren sehen, steht aber noch in den Sternen.
Österreichische Ingenieurskunst
Das Messeverzeichnis listet 59 Aussteller die einen Stand auf der Agritechnica 2025 hatten, darunter viele altbekannte Firmen, aber auch kleine, junge Firmen, die der Welt-Bauernschaft ihre Produkte präsentieren wollten.
Was gibt es dabei für uns in Österreich?
Die Trends gehen dabei unter anderem in Richtung Elektrizität und Autonomie. Eine Vielzahl an Herstellern stellt dabei Roboter aller Art vor, vor allem im Weinbau waren viele Geräte zu bewundern. Auch Claas zeigt neue Autonomiefortschritte, ein neuer Traktor und ein Radlader bieten die technische Möglichkeit, autonom zu arbeiten.
Auch die Himmelstraktoren der Zukunft, die Drohnen, hatten eine Vielzahl an Vertretern. Neben dem Platzhirsch DJI waren auch viele weitere Firmen, vorrangig aus Fernost, mit Agrardrohnen mit Systemgewichten bis zu 150 Kilogramm auf der Messe vertreten. Wie genau diese Techniken in der Praxis eingesetzt werden sollen, wird sich zeigen.
Beim Thema Motoren bieten die Hersteller mittlerweile unterschiedlichste Konzepte an, von weiterentwickelten Verbrennungsmotoren, die mit unterschiedlichsten Kraftstoffen (Diesel/HVO, Methan und Wasserstoff) fahren können, über Gasmotoren und hybride Konzepte bis hin zu vollelektrischen Traktoren konnten die Besucher alles bestaunen.
Was wir Bäuerinnen und Bauern in 50 oder 100 Jahren tanken werden, ließ sich aktuell also noch nicht beantworten, wahrscheinlich wird es dafür auch (noch) keine richtige Lösung geben.