Gewässerschutzkonzept im Griff – mit Formular und Vorbereitung entspannt zum Ziel!
Was auf den ersten Blick nach Aufwand klingt, kann bei richtiger Herangehensweise sinnvoll genutzt und auch als Chance für den eigenen Betrieb gesehen werden. Denn die bewusste boden- und gewässerschonende Bewirtschaftung von Flächen entlang von Gewässern bzw. von Flächen in Hanglagen spielt eine wichtige Rolle. Hier zeigen gezielte Maßnahmen große Wirkung – sowohl in ökologischer als auch in wirtschaftlicher Sicht.
Formular
Für dieses Gewässerschutzkonzept wurde eine Unterlage von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung erstellt, damit die notwendigen Vorgaben für die Landwirtinnen und Landwirte möglichst praxisnah und zeitsparend umsetzbar sind.
Da diese Vorlage von der AMA bzw. BMLUK anerkannt und derzeit kein anderes Formular verfügbar ist, muss dieses Konzept verwendet werden.
Inhalte mit Praxisbezug
Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem eigenen Betrieb. Anhand von Fragen werden folgende Punkte bearbeitet:
- Analyse der Ist-Situation:
Wie sieht die aktuelle Fruchtfolge aus? Welche Hangneigungen sind vorhanden? Wo befinden sich Gewässer? Wie wird gedüngt? Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage für alle weiteren Überlegungen. - Bewertung der Gefährdungssituation:
Hier geht es um mögliche Einträge in Gewässer – etwa durch Düngung, Erosion oder Pflanzenschutz. Die Betrachtung erfolgt auf Schlagebene, um Risiken konkret zu erkennen. - Festlegung von Maßnahmen:
Der wichtigste Teil des Konzepts ist die Planung konkreter Schritte:- Reduktion von erosiven Einträgen in Gewässer
- Verringerung von Nährstoffverlusten (z. B. durch Einbeziehung von Bodenproben)
- Minimierung von Pflanzenschutzmitteleinträgen
- gegebenenfalls auch Maßnahmen zur Reduktion von Wasserverlusten
Vorgehensweise Schritt für Schritt
Grundsätzlich sind alle Informationen und das Formular zu finden unter www.bwsb.at im Bereich „Infothek“ und „GW 2030 – GRUNDWASSER 2030“.
Wir empfehlen zwei unterschiedliche Herangehensweisen zum Ausfüllen des Formulars:
Wir empfehlen zwei unterschiedliche Herangehensweisen zum Ausfüllen des Formulars:
- PDF-Formular laden, ausfüllen und laufend zwischenspeichern (funktioniert sehr gut mit zwei Bildschirmen am PC) ODER
- das Formular ausdrucken und handschriftlich ausfüllen.
- Beim Gewässerschutzkonzept werden anfangs die Betriebsdaten abgefragt (ggf. MF-Antrag bereitlegen, Startseite - eAMA | K-A oder Aufzeichnungsprogramm aufrufen)
- Danach wird auf die Gründigkeit und die Wasserverhältnisse der Feldstücke eingegangen: Informationen dazu sind auf www.bodenkarte.at zu finden.
- Der chemische Zustand der Grundwasserkörper und der ökologische Zustand angrenzender Gewässer werden im Gewässerbewirtschaftungsplan (Wasser Karten Gewässerbewirtschaftungsplan 2021) dargestellt.
- Hangneigungen und die begrünten Abflusswege sind im Agraratlas ersichtlich.
- Die Antworten zu den Wirtschaftsdüngerfragen sind den Düngeaufzeichnungen zu entnehmen (zum Beispiel: www.ödüplan.at)
- Bei Fragen und Problemen an die Beratung (050 6902-1426 bzw. www.bwsb.at) wenden.
Fazit: „Keine grauen Haare wegen Konzept!“
Die Erstellung des Gewässerschutzkonzepts ist gut machbar, wenn man
- zeitgerecht startet
- Vorlagen nutzt
- Anleitungsvideos anschaut
- (Beratung in Anspruch nimmt)
- praxisnah bleibt.
Statt das Gewässerschutzkonzept als zusätzliche Belastung zu sehen, lohnt sich ein Perspektivenwechsel. Es dient nicht nur der Erfüllung von Auflagen, sondern trägt zur langfristigen Sicherung der Bodenfruchtbarkeit, zum Schutz wertvoller Wasserressourcen, zu einem effizienteren Einsatz von Betriebsmitteln sowie zur Verbesserung des eigenen Betriebsmanagements bei.
Weitere Infos unter www.bwsb.at.