Raps 2026: Kosten senken, Ertrag sichern – So gelingt der Vegetationsstart
4 Tipps für den Raps
Raps ist wirtschaftlich eine sehr vielversprechende Kultur und auch ein sehr gutes Fruchtfolgeglied. Neben der effizienten Nutzung von Wirtschaftsdüngern und der Funktion als hervorragende Vorfrucht liefert Raps mit seiner langen Blütezeit wertvolle Nahrung für Bienen. Um stabile Erträge zu erzielen, sind neben Pflanzenschutzmaßnahmen vor allem eine sorgfältige Anbauplanung und die richtige Sortenwahl entscheidend.
Tipp #1: Bodenbearbeitung und Aussaat
Bereits mit der Ernte der Vorfrucht beginnt die Vorbereitung: Ein gutes Strohmanagement und tiefe Lockerungen helfen, Ernterückstände gleichmäßig im Boden zu verteilen und Verdichtungen zu beseitigen.
- Dabei gilt: Lieber später und sauber säen als früh und unter schlechten Bedingungen.
Tipp #2: Kalkung ist mehr als eine pH-Wert-Korrektur
Raps eignet sich optimal für die Erhaltungskalkung innerhalb der Fruchtfolge. Besonders Branntkalk bietet zusätzliche phytosanitäre Wirkungen gegen Kohlhernie und kann auch die Aktivität von Schnecken reduzieren. Zudem fördert Kalk die Bodenstruktur und vermindert die Erosionsgefahr. Die Kalkgabe sollte vor der Saatbettbereitung erfolgen und flach eingearbeitet werden.
Tipp #3: Saatzeit und Bestandsdichte
Die optimale Aussaatzeit für Winterraps liegt zwischen dem 20. August und 10. September. Ziel ist es, im Herbst acht bis zehn Laubblätter sowie einen stabilen Wurzelhalsdurchmesser (>10 mm) zu erreichen, ohne dass der Vegetationskegel angehoben wird, was die Winterhärte mindern würde.
Empfohlene Saatstärken:
- Liniensorten: 50 - 60 Körner/m²
- Hybridsorten: 40 - 50 Körner/m²
Tipp #4: Auf die Sorte kommt es an
Die Wahl der richtigen Sorte spielt eine zentrale Rolle.