Zwei Auszeichnungen für die Landjugend beim 10. Österreichischen Jugendpreis
Die Landjugend darf sich über gleich zwei Auszeichnungen beim 10. Österreichischen Jugendpreis freuen: Die Landjugend Oberösterreich wurde in der Kategorie Nationale Jugendarbeit ausgezeichnet, die Landjugend Tarsdorf aus dem Bezirk Braunau in der Kategorie Kommunale Jugendarbeit. Der 10. Österreichische Jugendpreis wurde am 23. März 2026 von Jugendministerin Claudia Bauer im Bundeskanzleramt vergeben.
Mit Herz, Hand und voller Einsatzkraft
Mit dem Landesprojekt “Mit Herz & Haund - für a mitanaund“ setzte die Landjugend Oberösterreich einen klaren Schwerpunkt auf soziales Engagement und das Miteinander in den Gemeinden. Ziel war es, die Projektarbeit in den Orts- und Bezirksgruppen voranzutreiben, bestehende soziale Aktivitäten sichtbarer zu machen und den Gruppen einfache Möglichkeiten zur Beteiligung am Jahresthema zu bieten. Umgesetzt wurden unter anderem Aktionswochen mit der Lebenshilfe Oberösterreich, Bildungsangebote in Präsenz und online, Kooperationen mit dem Roten Kreuz Oberösterreich sowie Social-Media-Takeovers von Landjugendmitgliedern in Sozialberufen. Zu den in der Projekteinreichung besonders hervorgehobenen Ergebnissen zählen über 25 Aktionen mit der Lebenshilfe Oberösterreich, 1.223 Spenden bei Blutspendeaktionen von Landjugendgruppen in Oberösterreich sowie um über 100% mehr Einreichungen beim Landesprojektwettbewerb als im Vorjahr.
Hands Up für gelebte Inklusion
Die Landjugend Tarsdorf überzeugte mit einem starken Projekt: “Hands Up - Guck mal, wer da spricht“ und stellte Gehörlosigkeit, Hörgesundheit und Gebärdensprache in den Mittelpunkt. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein für die Lebensrealität gehörloser Menschen zu stärken, Grundlagen der Gebärdensprache zu vermitteln und Inklusion konkret erlebbar zu machen. Dafür setzte die Ortsgruppe ein breites Maßnahmenpaket um: Gebärdensprachkurse, Kinderaktionstage in Schulen und Kindergarten, eine eigene Broschüre, ein Sommerkino, einen Projekt-Frühschoppen mit kostenlosem Hörtest, Online-Bewusstseinsarbeit sowie die Übersetzung des Landjugendliedes in Gebärdensprache. Insgesamt wurden 16 Aktionen, Aktionstage und Veranstaltungen durchgeführt. Mehr als 130 Gruppen und Vereine beteiligten sich an der Instagram-Hands-Up-Challenge, 54 Personen nutzten beim Frühschoppen den kostenlosen Hörtest und 350 Besucher:innen nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt flossen 1.814 ehrenamtliche Stunden in das Projekt.
Landjugend Österreich gratuliert zum Erfolg
“Wir freuen uns ganz besonders über dieses starke Ergebnis beim Österreichischen Jugendpreis und gratulieren unserer Landesorganisation, sowie der Landjugend Tarsdorf zu diesem Ergebnis. Es zeigt eindrucksvoll, wie viel Engagement, Kreativität und gesellschaftliche Verantwortung in der Landjugend steckt. Die Landjugend steht bundesweit für Projektarbeit. Gerade mit der Projektdachmarke Tat.Ort Jugend werden unsere Mitglieder zur Umsetzung von Projekten auf kommunaler Ebene motiviert. Im vergangenen Jahr haben die Landjugendgruppen 290 Projekte mit 7.500 Helferinnen und Helfer unter Tat.Ort Jugend umgesetzt.“, betont Tat.Ort Jugend Projektleiter Georg Waltl, Bundesleiter-Stellvertreter.
Ein Projekt, das weiter hohe Wellen schlägt
Dass das Projekt der Landjugend Tarsdorf weit über die Gemeinde hinaus Wirkung gezeigt hat, belegen auch weitere Auszeichnungen: “Hands Up - Guck mal, wer da spricht“ gewann 2025 den Mission Humanity Preis des OÖ. Jugendrotkreuzes, wurde beim BestOf25 als bestes Landjugendprojekt Österreichs mit dem Landjugend-Award 2025 ausgezeichnet, erreichte beim Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement den 3. Platz in der Kategorie Inklusion und erhielt zudem einen Anerkennungspreis beim OÖ. Vereinspreis in der Kategorie Soziales & Inklusion.
Junge Menschen, die richtig was bewegen
Die beiden Auszeichnungen beim Österreichischen Jugendpreis unterstreichen einmal mehr die Vielfalt und Qualität der Projektarbeit in der Landjugend. Ob auf Landesebene oder direkt in den Gemeinden: Junge Menschen gestalten mit ihren Ideen, ihrem ehrenamtlichen Einsatz und ihrer Tatkraft das gesellschaftliche Miteinander aktiv mit.