Erholung am Zuckermarkt
Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2026/27 prognostiziert die Internationale Zuckerorganisation (ISO) ein geringes Bilanzdefizit, nachdem für 2025/26 ein Überschuss von etwa 1,1 Mio. Tonnen erwartet wurde. Weltweit soll die Zuckerproduktion um rund 1% auf 180,1 Mio. t sinken. Allerdings gehen die Prognosen verschiedener Analyseinstitute auseinander: Anders als ISO rechnet das Institut S&P Global weiterhin mit einem Überschuss von 3,9 Mio. t. Die tatsächliche Versorgungslage bleibt daher unsicher. Für Produktionsrückgänge und eine künftig knappere globale Versorgung sprechen aber sinkende Anbauflächen und wetterbedingte Ertragsrisiken sowie auch ein in Folge hoher Preise geringer Düngereinsatz. Das erwartete starke El-Niño-Ereignis könnte zudem die Produktion in wichtigen Anbauregionen (Südamerika, Südostasien) beeinträchtigen. Dadurch werden auch für 2027/28 Defizite erwartet. Durch die geringere Zuckerproduktionsmenge zeigen die internationalen Zuckerpreise bereits Aufwärtstendenzen. Mitte Oktober 2026 notierte Weißzucker in London bei umgerechnet rund 510 Euro pro Tonne, während die Notierung Ende Juli noch bei 400 Euro/t lag. Der Rohzuckerpreis hat damit ein 18-Monats-Hoch erreicht.
Im EU-Durchschnitt liegen die Ertragserwartungen 2026 um 11% unter dem 5-Jahresdurchschnitt. In Kombination mit dem Rückgang der Anbauflächen um 7% wird die Zuckerproduktion um 15% unter dem Vorjahr erwartet, was den europäischen Zuckerüberschuss deutlich abbauen wird. Dadurch wird der europäische Zuckermarkt wieder ins Gleichgewicht kommen. Erste Anzeichen für eine Erholung der Zuckerpreissituation in Europa sind bereits erkennbar. Während das EU-Preismonitoring im August 2026 noch bei etwa 500 Euro/t Weißzucker liegt, stiegen die Spotmarktpreise zuletzt auf bis zu 650 Euro/t. Im nächstjährigen Rübenanbau wird sich diese Entwicklung in Form von höheren Rübenpreisen positiv auswirken.
Mit der Online-Kontrahierung für den Anbau 2027 konnte heuer bereits früher gestartet werden. Um die Rohstoffversorgung 2027 abzusichern, wird als neue Maßnahme eine Poolfläche kontrahiert. Für eine Fläche von 2.000 Hektar garantiert Agrana den Kontraktrübenpreis auch für jene Zuckerrüben, die außerhalb des bestehenden Lieferrechts kontrahiert und angebaut werden. Damit wird ein wichtiger Anreiz geschaffen, die Zuckerrübenfläche zu halten bzw. im besten Fall etwas zu steigern. Genug heimischer Rohstoff leistet einen wesentlichen Beitrag den österreichischen Zuckerverbrauch von rund 300.000 t abzudecken und die Zuckerproduktion am Standort Tulln abzusichern. Die Chancen aus der aktuellen Marktentwicklung gilt es zu nutzen.
Im EU-Durchschnitt liegen die Ertragserwartungen 2026 um 11% unter dem 5-Jahresdurchschnitt. In Kombination mit dem Rückgang der Anbauflächen um 7% wird die Zuckerproduktion um 15% unter dem Vorjahr erwartet, was den europäischen Zuckerüberschuss deutlich abbauen wird. Dadurch wird der europäische Zuckermarkt wieder ins Gleichgewicht kommen. Erste Anzeichen für eine Erholung der Zuckerpreissituation in Europa sind bereits erkennbar. Während das EU-Preismonitoring im August 2026 noch bei etwa 500 Euro/t Weißzucker liegt, stiegen die Spotmarktpreise zuletzt auf bis zu 650 Euro/t. Im nächstjährigen Rübenanbau wird sich diese Entwicklung in Form von höheren Rübenpreisen positiv auswirken.
Mit der Online-Kontrahierung für den Anbau 2027 konnte heuer bereits früher gestartet werden. Um die Rohstoffversorgung 2027 abzusichern, wird als neue Maßnahme eine Poolfläche kontrahiert. Für eine Fläche von 2.000 Hektar garantiert Agrana den Kontraktrübenpreis auch für jene Zuckerrüben, die außerhalb des bestehenden Lieferrechts kontrahiert und angebaut werden. Damit wird ein wichtiger Anreiz geschaffen, die Zuckerrübenfläche zu halten bzw. im besten Fall etwas zu steigern. Genug heimischer Rohstoff leistet einen wesentlichen Beitrag den österreichischen Zuckerverbrauch von rund 300.000 t abzudecken und die Zuckerproduktion am Standort Tulln abzusichern. Die Chancen aus der aktuellen Marktentwicklung gilt es zu nutzen.